Den generischen Webserviceaufruf nutzen Sie, wenn Daten aus einem kundendefinierten Zielsystem über einen Webservice in eine externe Anwendung publiziert werden sollen. Der Webservice-Integrationsassistent fragt alle benötigten Parameter ab und generiert daraus den Skriptcode.
Voraussetzungen
Die Daten der externen Anwendung sind im One Identity Manager als kundendefiniertes Zielsystem abgebildet.
-
Ein kundendefiniertes Zielsystem (Tabelle UNSRootB) ist angelegt. Die Eigenschaft Synchronisiert durch hat den Wert Synchronisation per Skript.
-
Ein Server für die Provisionierung der Daten ist eingerichtet und als Synchronisationsserver am kundendefinierten Zielsystem hinterlegt.
Ausführliche Informationen zum Einrichten der Skript-gesteuerten Provisionierung finden Sie imOne Identity Manager Administrationshandbuch für das Zielsystem-Basismodul.
Standardprozesse
Zur Provisionierung von Daten aus einem kundendefinierten Zielsystem an einen Webservice stellt der One Identity Manager Standardprozesse bereit.
Um diese Prozesse zu nutzen, müssen die mit dem Webservice-Integrationsassistenten erstellten Skripte folgender Namenskonvention entsprechen:
<Kundenpräfix>_<Tabelle>_<Ident_UNSRoot>_<Ereignis>.
WICHTIG: Enthält ihr Zielsystem einen Bindestrich (-) im Namen, müssen Sie diesen in den Skriptfunktionen im Bestandteil <Ident_UNSRoot> entfernen. Anderenfalls können Fehler in der Skriptverarbeitung auftreten.
Einige dieser Prozesse verarbeiten auch die Rückgabewerte des Webservice.
Tabelle 179: Standardprozesse für die Synchronisation per Skript
Container (UNSContainerB) |
VI_UnsContainer_Generic |
UNSContainerB.ObjectGUID |
Benutzerkonten (UNSAccountB) |
VI_UnsAccountB_Generic |
UNSAccountB.ObjectGUID |
|
VI_UnsAccountInGroup_Generic_Del |
- |
|
VI_UnsAccountInGroup_Generic_Add |
- |
Gruppen (UNSGroupB) |
VI_UnsGroup_Generic |
UNSGroupB.ObjectGUID |
|
VI_UNSGroupBInUNSGroupB_Generic_Del |
- |
|
VI_UnsGroupBInUNSGroupB_Generic_Add |
- |
Berechtigungselemente (UNSItemB) |
VI_UnsItem_Generic |
- |
|
VI_UnsGroupHasItem_Generic_Del |
- |
|
VI_UnsGroupHasItem_Generic_Add |
- |
|
VI_UnsAccountHasItem_Generic_Del |
- |
|
VI_UnsAccountHasItem_Generic_Add |
- |
Der Webservice-Integrationsassistent ermittelt alle Parameter, die in der Methode definiert sind, und generiert daraus den Skriptcode. Die Parameter werden im Funktionsaufruf übergeben. Änderungen an den Parametern sind möglich.
Um die Skripte auszuführen
Verwandte Themen
Der Webservice-Integrationsassistent ermittelt alle Parameter, die in der Methode definiert sind. Die Übergabe der Parameter muss komplett selbst definiert werden.
Um die Skripte auszuführen
Verwandte Themen
Voraussetzung
-
Um einen Webservice mit dem Diensttyp WCF anbinden zu können, muss im Installationsverzeichnis des One Identity Manager die Datei SvcUtil.exe vorhanden sein.
Informieren Sie sich bei Microsoft, wie Sie diese Datei erwerben können.
-
Um einen Webservice mit dem Diensttyp SOAP anbinden zu können, muss die Datei WSDL.exe auf dem Server, der die Provisionierung ausführt, vorhanden sein.
Informieren Sie sich bei Microsoft, wie Sie diese Datei erwerben können.
Um einen neuen Webservice zu integrieren
-
Wählen Sie im Designer die Kategorie Basisdaten > Allgemein > Webservices.
-
Wählen Sie die Aufgabe Neuen Webservice integrieren.
Der Webservice-Integrationsassistent wird gestartet.
-
Auf der Startseite klicken Sie Weiter.
-
Auf der Seite Neuen Webservice integrieren erfassen Sie die Zugangsdaten und allgemeinen Eigenschaften des Webservice.
Tabelle 180: Allgemeine Eigenschaften eines Webservice
Name des Webservice |
Anzeigename für den Webservice im One Identity Manager. |
Beschreibung |
Freitextfeld für zusätzliche Erläuterungen. |
.NET Namespace für den Proxycode |
Eindeutige Bezeichnung des .NET Namespace. |
URL des Webservice |
URL, unter welcher der Webservice ausgeführt wird. |
URL der WSDL-Datei |
URL, unter der die WSDL.exe des Webservices erreicht werden kann.
Wenn die WSDL.exe nicht öffentlich verfügbar ist, kann sie auch lokal gespeichert werden.
HINWEIS: Wenn der Webservice-Betreiber die WSDL-Datei ändert, führen Sie den Webservice-Integrationsassistenten erneut aus, um die Änderungen nutzen zu können. |
Diensttyp |
Typ des Webservices. |
Gesperrt |
Gibt an, ob der Webservice genutzt werden kann. |
Benutzername |
Benutzername für die Anmeldung am Webservice. |
Domäne des Benutzers |
Domäne des Benutzers. |
Kennwort des Benutzers und Kennwortbestätigung |
Kennwort für die Anmeldung am Webservice. |
Proxycodegenerator |
Pfad und Dateiname zum Proxycodegenerator.
-
Wenn der Diensttyp WCF ausgewählt ist, Pfad zur Datei SvcUtil.exe.
-
Wenn der Diensttyp SOAP ausgewählt ist, Pfad zur Datei WSDL.exe. |
Tabelle 181: Erweiterte Eigenschaften eines Webservices
URL des Proxyservers |
URL des Proxyservers, wenn die Kommunikation über einen Proxyserver geleitet wird. |
Benutzername des Proxyservers |
Benutzername für die Anmeldung am Proxyserver. |
Domäne des Proxyservers |
Domäne des Proxyservers. |
Kennwort des Proxyservers und Kennwortbestätigung |
Kennwort und Kennwortbestätigung für die Anmeldung am Proxyserver. |
Timeout für WSDL.exe |
Timeout für den Zugriff auf die WSDL-Datei. |
Benutzerdefinierte Kommandozeile |
Kommandozeile für den Aufruf des Proxycodegenerators. Die Kommandozeile kann um zusätzliche Parameter erweitert werden, falls diese benötigt werden.
Standardkommando:
/nologo /language:VB "/namespace:%Namespace%" "/out:{0}" %WsdlUrl%
Beispiel:
/nologo /language:VB "/namespace:EnricoHolidayWebservice" "/out:{0}" http://kayaposoft.com/enrico/ws/v1.0/index.php?wsdl |
-
Klicken Sie Überprüfen.
Der Zugriff auf den Webservice wird getestet.
-
Wenn der Test erfolgreich war, klicken Sie Weiter.
-
Auf der Seite Proxycode erzeugen wird der generierte Proxycode angezeigt.
Der Proxycode enthält alle Webservicemethoden, die in der WSDL-Datei definiert sind, und stellt sie der One Identity Manager Skriptkomponente zur Verfügung.
-
Auf der Seite Serviceklasse wählen wählen Sie die Serviceklasse, die Sie nutzen möchten.
Werden von dem Webservice mehrere Serviceklassen bereitgestellt, muss für jede Serviceklasse, die genutzt werden soll, eine separate Webserviceanbindung erstellt werden.
-
Auf der Seite Methodenaufrufe wählen wählen Sie die Webservicemethoden aus, die Sie im One Identity Manager nutzen möchten. Für jede gewählte Methode wird im nächsten Schritt ein Skript erzeugt.
-
Auf der Seite Webserviceaufruf generieren wird ein Skript erzeugt, welches die ausgewählte Methode aufruft. Erfassen Sie alle dafür benötigten Parameter und Eigenschaften.
-
Klicken Sie , um den Typ des Methodenaufrufs festzulegen.
Tabelle 183: Skripteigenschaften
Skriptname |
Name des Skripts. Kennzeichnen Sie kundenspezifische Skripte mit dem Präfix CCC_.
Skriptnamen für den generischen Webserviceaufruf müssen nach folgendem Muster gebildet werden:
<Kundenpräfix>_<Tabelle>_<Zielsystem>_<Ereignis>
Wählen Sie die Tabelle, das Zielsystem und das Ereignis, für die das Skript erstellt werden soll. Parameter, Wertart und Datentabelle werden automatisch aus der gewählten Tabelle ermittelt. |
Parameter |
Name des Parameters. |
Wertart |
Datentyp des Parameters. |
Datentabelle |
Datenbanktabelle, die die Daten enthält, die an den Webservice übergeben werden sollen. |
Rückgabetyp |
Datentyp des Parameters, der den Rückgabewert enthält. |
Tabelle 184: Datenübergabe
Parameter |
Parameter, der an den Webservice übergeben wird. |
Wertart |
Datentyp des Parameters. |
Zuordnung von |
Parameter aus den definierten Skripteigenschaften. Öffnen Sie die Auswahlliste und ordnen Sie den zugehörigen Parameter zu. Wenn erforderlich, wählen Sie die Spalte aus der Datentabelle, welche die Übergabewerte enthält. |
Im Bereich Skriptcode sehen Sie das generierte Skript. Sie können den erweiterten Bearbeitungsmodus nutzen, um das Skript zu bearbeiten.
TIPP: Das Skript ruft die Funktion VID_GetWcfWebService auf, welche wiederum die Funktionen GetWcfBinding und GetWcfEndpointAddress nutzt. Diese drei Funktionen sind überschreibbar.
-
Um den Webservice-Integrationsassistenten zu beenden, klicken Sie Fertig.
- Speichern Sie die Änderungen.
- Kompilieren Sie die Datenbank.
Verwandte Themen