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Identity Manager 8.0 - Konfigurationshandbuch

Softwarearchitektur des One Identity Manager Arbeiten mit dem Designer Kundenspezifische Änderungen an der One Identity Manager Standardkonfiguration Prüfen der Datenkonsistenz Kompilieren einer One Identity Manager-Datenbank Arbeiten mit Änderungskennzeichen Basisdaten zur Systemkonfiguration
One Identity Manager Authentifizierungsmodule Verbindungsdaten zur Datenbank Konfigurationsparameter zur Systemkonfiguration Einrichten des E-Mail-Benachrichtigungssystems Aktivieren weiterer Sprachen für die Anzeige und Pflege der Daten Abbildung der Länderinformationen Einrichten und Konfigurieren von Zeitplänen Kennwortrichtlinien im One Identity Manager Dynamisches Nachladen von Änderungen Datenbanken für TimeTrace Maschinenrollen und Serverfunktionen Dateien für die Softwareaktualisierung Eingesetzte Betriebssysteme Berichte zur Systemkonfiguration Verwenden vordefinierter Datenbankabfragen Verwaltung von kundenspezifischen Datenbankobjekten innerhalb der Datenbank
Datenmodell des One Identity Manager Erteilen von Berechtigungen auf das One Identity Manager Schema Bearbeiten der Benutzeroberfläche
Objektdefinitionen für die Benutzeroberfläche Menüführung der Benutzeroberfläche Formulare für die Benutzeroberfläche Statistiken im One Identity Manager Erweitern des Launchpad Methodendefinitionen für die Benutzeroberfläche Anwendungen für die Gestaltung der Benutzeroberfläche Symbole und Bilder für die Gestaltung der Benutzeroberfläche Sprachabhängige Abbildung von Informationen
Prozess-Orchestrierung im One Identity Manager
Bekanntgabe der Jobserver Konfiguration des One Identity Manager Service Prozessverarbeitung im One Identity Manager
Prozessüberwachung zur Nachverfolgung von Änderungen Bedingte Kompilierung mittels Präprozessorbedingungen Skripte im One Identity Manager Bearbeiten von Mailvorlagen Berichte im One Identity Manager Kundenspezifische Schemaerweiterungen Transportieren kundenspezifischer Änderungen am One Identity Manager Schema Importieren von Daten Webservice Integration SOAP Web Service One Identity Manager als SPML Provisioning Service Provider Fehlersuche im One Identity Manager
Überwachen der Prozessverarbeitung mit Job Queue Info Ausgabe von Fehlermeldungen im Fehlermeldungsfenster Anzeigen von Meldungen im Fehlerprotokoll eines Programms Aufzeichnung von Meldungen im Systemprotokoll Protokollierung im One Identity Manager Protokollierung des One Identity Manager Service Anzeigen des Status eines One Identity Manager Anwendungsservers
Verarbeitung von DBQueue Aufträgen Konfigurationsdateien des One Identity Manager

Abbildung von Tabellenbeziehungen

Wie aus dem Datenmodell des One Identity Manager ersichtlich, bestehen zwischen den Objekten Beziehungen (Parent/Childrelations). Bei Bearbeitung eines Objektes über die DLL’s des One Identity Manager besteht Zugriff auf alle mit diesem Objekt in Beziehung stehenden Fremdschlüssel-Objekte (FK). Der Zugriff auf Objekte über die Beziehungen erfolgt in VB.Net-Notation.

Abbildung 21: Parent/Childrelation am Beispiel Person-ADSAccount

Die Tabellen- und Spaltenbeziehungen sind in der Tabelle QBMRelation hinterlegt. Die vordefinierten Beziehungen des One Identity Manager-Datenmodells werden durch die Schemainstallation gepflegt und sind bis auf einige Ausnahmen nicht bearbeitbar.

In der Schemaübersicht (Menüeintrag Optionen | Datenmodell) zeigt der Tooltip eines Verbinders die Tabellenbeziehungen an. Der Inhalt des Tooltip enthält die Namen der Tabellen, die miteinander in Bezug stehen, sowie die Eigenschaften der Tabellenbeziehung. Bei einem Mausklick auf einen Verbinder werden in der Bearbeitungsansicht die Eigenschaften der Tabellenbeziehungen dargestellt.

Abbildung 22: Darstellung der Tabellenbeziehungen in der Schemaübersicht

HINWEIS: Die Tabellenbeziehungen kundenspezifischer Tabellen sind immer bearbeitbar. Die Bearbeitung der Tabellenbeziehung der mitgelieferten Standardtabellen ist nur möglich, wenn die Überprüfung der referentiellen Integrität durch die DLL erfolgt.

Wichtig: Setzen Sie zur Erweiterung des One Identity Manager-Datenmodells das Programm "Schema Extension" ein. Durch das Programm "Schema Extension" werden die Schemaerweiterungen in der Datenbank angelegt und die notwendigen Erweiterungen im One Identity Manager-Datenmodell sichergestellt.

Um Tabellenbeziehungen zu bearbeiten

  1. Wählen Sie im Designer die Kategorie One Identity Manager Schema.
  2. Wählen Sie die Tabelle aus und starten Sie den Schemaeditor über die Aufgabe Tabellendefinition anzeigen.
  3. Wählen Sie die Tabellenbeziehung und bearbeiten Sie die Eigenschaften.
Tabelle 107: Eigenschaften von Tabellenbeziehungen
Eigenschaft Bedeutung
Anzeigename Sprachabhängige Bezeichnung der Tabellenbeziehung zur Darstellung in der Oberfläche der Administrationswerkzeuge.
Transport nur im Verbund Der Inhalt der Tabelle wird bei Datentransporten immer zusammen mit den Inhalten der referenzierten Tabelle übertragen, beispielsweise die Tabellen JobChain, Job und JobRunParameter.
Änderungsdatum für Abhängigkeiten aktualisieren Beim Einfügen, Ändern und Löschen von M:N-Einträgen wird der Wert der Spalte XDateSubItem in einem der Parent-Einträge aktualisiert. Wird benötigt für die Provisionierung von Mitgliedschaften in die Zielsysteme.
Export für SPML-Schema Diese Angabe bestimmt, ob die Tabellenbeziehung für das SPML-Schema exportiert werden soll.
Parent-Spalte Eindeutige Kennung der Parent-Spalte.
Parent-Beziehung konfigurierbar Angabe, ob diese referentielle Integrität konfiguriert werden darf.
Prüfinstanz der Parent-Beziehung

Angabe, wer die Überprüfung dieser referentiellen Integrität ausführen soll ( DLL, Trigger oder Nothing (keiner)).

Zur Überwachung durch die Datenbank werden Trigger und Constraints eingesetzt. Die Trigger und Constraints werden unter Einbeziehung der vorgegebenen Beschränkungen durch den DBQueue Prozessor automatisch erzeugt und gegebenenfalls angepasst. Für kundenspezifische Tabellen legen Sie die Prüfinstanz und die Beschränkungen bei der Erweiterung des One Identity Manager Schemas fest.

Restriktion der Parent-Beziehung Restriktion der Beziehung, zum Beispiel IR - Insert Restrict, DC - Delete Cascade.
Generierte Restriktionsprüfung der Parent-Beziehung Kürzel für durch den DBQueue Prozessor automatisch generierte Trigger und Constraints.
Verbundene Spalte Eindeutige Kennung der verbundenen Spalte.
Child-Beziehung konfigurierbar Angabe, ob diese referentielle Integrität konfiguriert werden darf.
Prüfinstanz der Child-Beziehung

Angabe, wer die Überprüfung dieser referentiellen Integrität ausführen soll ( DLL, Trigger oder Nothing (keiner)).

Zur Überwachung durch die Datenbank werden Trigger und Constraints eingesetzt. Die Trigger und Constraints werden unter Einbeziehung der vorgegebenen Beschränkungen durch den DBQueue Prozessor automatisch erzeugt und gegebenenfalls angepasst. Für kundenspezifische Tabellen legen Sie die Prüfinstanz und die Beschränkungen bei der Erweiterung des One Identity Manager Schemas fest.

Restriktion der Child-Beziehung Restriktion der Beziehung, zum Beispiel IR - Insert Restrict.
Generierte Restriktionsprüfung der Child-Beziehung Kürzel für durch den DBQueue Prozessor automatisch generierte Trigger und Constraints.
Beziehungs-ID Identifikator der Beziehung. Dieser wird für beide Richtungen verwendet.
M:N Beziehung Angabe, ob die Beziehung über eine M:N-Beziehung erreichbar ist
Tabellenbeziehung

Eindeutige Kennung der Tabellenbeziehung.

Beziehung (Basis) Verweis auf zugrunde liegende Basisbeziehung, sofern an der Beziehung eine Sicht (View) beteiligt ist.
Beziehung (M:N) Eindeutige Kennung der M:N Beziehung.
Tabelle 108: Zulässige Beschränkungen für die Prüfung der referentiellen Integrität
Beschränkung Bedeutung
DeleteNotRestricted (D) Beim Löschen des Objektes werden Abhängigkeiten nicht beachtet.
DeleteRestrict (DR) Das Objekt wird erst gelöscht, nachdem keine Beziehungen zu anderen Objekten bestehen.
DeleteCascade (DC) Beim Löschen des Objektes werden alle davon abhängigen Objekte ebenfalls gelöscht.
DeleteSetNULL (DS) Beim Löschen des Objektes werden in allen abhängigen Objekten die Verweise auf das zu löschende Objekt entfernt (SetNULL).
InsertNotRestricted (I) Beim Einfügen des Objektes werden Abhängigkeiten nicht beachtet.
InsertRestrict (IR) Beim Einfügen des Objektes wird geprüft, ob das referenzierte Objekt existiert.
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Unterstützung von Dateigruppen

One Identity Manager unterstützt Dateigruppen, um Tabellen zum Zweck der Verwaltung, Datenzuordnung und Datenverteilung zu Gruppen zusammenzufassen. One Identity Manager unterscheidet dazu logische Speicherorte und physische Speicherorte.

In der Standardinstallation sind für die Tabellen jedes Moduls des One Identity Manager sowie die Systemtabellen logische Speicherorte vordefiniert. Die Zuordnungen können Sie nicht ändern. Sie können zur Gruppierung kundenspezifischer Tabellen eigene logische Speicherorte erstellen.

Um logische Speicherorte für kundenspezifische Tabellen zu definieren

  1. Wählen Sie im Designer die Kategorie One Identity Manager Schema | Logische Speicherorte.
  2. Wählen Sie dem Menüeintrag Objekt | Neu.
  3. Erfassen Sie die Bezeichnung des logische Speicherortes und eine Beschreibung.
  4. Weisen Sie dem logischen Speicherort die kundenspezifischen Tabellen zu.
  5. Wählen Sie den Menüeintrag Ansicht | Tabellenrelationen wählen... und aktivieren Sie die Tabelle DialogTable. In der Bearbeitungsansicht wird der Tabreiter Tabellen angezeigt, über welchen Sie die Tabellen zuweisen.

Logische Speicherort können im One Identity Manager Schema mit physischen Speicherorten - den Dateigruppen - verbunden werden. Werden die Dateigruppen auf verschiedenen Datenträger erzeugt, kann durch parallelisierten Zugriff die Performance von Tabellen mit hoher Änderungsrate erhöht werden. Beispiele sind die Tabellen zur Verarbeitung der DBQueue Prozessor Aufträge oder die Tabellen zur Prozessverarbeitung.

HINWEIS: Um die einwandfreie Funktion der One Identity Manager Datenbank zu gewährleisten, können die folgenden Tabellen nicht in andere Dateigruppen verschoben werden.

  • DialogColumn
  • DialogTable
  • DialogValidDynamicRef
  • QBMDBQueueTask
  • QBMDBQueueTaskDepend
  • QBMModuleDef
  • QBMModuleDepend
  • QBMRelation
  • QBMViewAddOn
  • QBMDiskStoreLogical
  • QBMDiskStorePhysical

Der One Identity Manager unterstützt die Verteilung der Tabellen auf Dateigruppen mit einer Reihe von Datenbankprozeduren, die Sie in einem geeigneten Query-Tool in der Datenbank ausführen.

VORSICHT: Die nachfolgenden Schritte zum Einsatz von Dateigruppen sollten nur in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Datenbankadministrator ausgeführt werden.

Stellen Sie sicher, dass während der Bereitstellung der Dateigruppen keine Zugriffe auf die Datenbank erfolgen, beispielsweise durch Jobserver, Anwendungsserver, Webserver, Frontends, Web Portal. Warten Sie nach dem Reaktivieren des DBQueue Prozessor bis alle Aufträge der DBQueue verarbeitet wurden, bevor Sie Verbindungen zur Datenbank wieder zulassen.

Um Tabellen unter SQL Server auf Dateigruppen zu verteilen

  1. Erstellen Sie Ihre Dateigruppen. Ausführliche Informationen dazu entnehmen Sie der Dokumentation Ihrer eingesetzten SQL Server Version.
  2. Synchronisieren Sie die Dateigruppen in die One Identity Manager-Datenbank. Führen Sie dazu die folgende Abfrage in einem geeigneten Query-Tool in der Datenbank aus.

    exec QBM_PDiskStorePhysicalSync

  3. Weisen Sie im Designer die physischen Speicherorte an die logischen Speicherorte zu.
    1. Wählen Sie im Designer die Kategorie One Identity Manager Schema | Logische Speicherorte.
    2. Wählen Sie den logischen Speicherort und wählen Sie unter Physischer Speicherort, die Dateigruppe.
    3. Übernehmen Sie die Änderungen über Datenbank | Übertragung in die Datenbank....

  4. Deaktivieren Sie die Verarbeitung der DBQueue Prozessor Aufträge und die Prozessverarbeitung. Führen Sie dazu die folgende Abfragen in einem geeigneten Query-Tool in der Datenbank aus.

    exec QBM_PWatchDogPrepare 1

    exec QBM_PDBQueuePrepare 1

  5. Verschieben Sie die Tabellen in die konfigurierten Dateigruppen. Führen Sie dazu die folgende Abfrage in einem geeigneten Query-Tool in der Datenbank aus.

    exec QBM_PTableMove

  6. Reaktivieren Sie die DBQueue Prozessor. Führen Sie dazu die folgende Abfragen in einem geeigneten Query-Tool in der Datenbank aus.

    exec QBM_PDBQueuePrepare 0,1

    exec QBM_PWatchDogPrepare

Um Tabellen unter Oracle Database auf Tablespaces zu verteilen

  1. Erstellen Sie Ihre Tablespaces und geben Sie diese zur Verwendung durch den One Identity Manager Datenbanknutzer frei. Ausführliche Informationen dazu entnehmen Sie der Dokumentation Ihrer eingesetzten Oracle Database Version.
  2. Synchronisieren Sie die Tablespaces in die One Identity Manager-Datenbank. Führen Sie dazu die folgende Abfrage in einem geeigneten Query-Tool in der Datenbank aus.

    begin QBM_GCommon2.PDiskStorePhysicalSync(); end;

  3. Weisen Sie im Designer die physischen Speicherorte an die logischen Speicherorte zu.
    1. Wählen Sie im Designer die Kategorie One Identity Manager Schema | Logische Speicherorte.
    2. Wählen Sie den logischen Speicherort und wählen Sie unter Physischer Speicherort, den Tablespace.
    3. Übernehmen Sie die Änderungen über Datenbank | Übertragung in die Datenbank....

  4. Deaktivieren Sie die Verarbeitung der DBQueue Prozessor Aufträge und die Prozessverarbeitung. Führen Sie dazu die folgende Abfragen in einem geeigneten Query-Tool in der Datenbank aus.

    begin QBM_GWatchDog.PPrepare(1); end;

    begin QBM_GDBQueue.PDBQueuePrepare(1); end;

  5. Verschieben Sie die Tabellen (inklusive LOBs und Indexen) in die konfigurierten Tablespaces. Führen Sie dazu die folgende Abfrage in einem geeigneten Query-Tool in der Datenbank aus.

    begin QBM_GCommon2.PTableMove(); end;

  6. Reaktivieren Sie die DBQueue Prozessor. Führen Sie dazu die folgende Abfragen in einem geeigneten Query-Tool in der Datenbank aus.

    begin QBM_GDBQueue.PDBQueuePrepare(0); end;

    begin QBM_GWatchDog.PPrepare(0); end;

Erteilen von Berechtigungen auf das One Identity Manager Schema

Erteilen von Berechtigungen auf das One Identity Manager Schema

Die Berechtigungen für den Zugriff auf die Tabellen und Spalten des One Identity Manager Schemas werden im Schema selbst über Rechtegruppen abgebildet. Rechtegruppen können an Systembenutzer und Anwendungsrollen zugewiesen werden.

Die gültigen Berechtigungen eines Benutzers sind abhängig vom Authentifizierungsmodul, das für die Anmeldung an den One Identity Manager-Werkzeugen verwendet wird.

  • Für die Anmeldung an den One Identity Manager-Werkzeugen mit einem Authentifizierungsmodul, das einen definierten Systembenutzer erwartet, werden die Berechtigungen aus den Rechtegruppen ermittelt, die dem Systembenutzer zugewiesen sind.
  • Für die Anmeldung an den One Identity Manager-Werkzeugen mit rollenbasierten Authentifizierungsmodulen werden dynamische Systembenutzer verwendet. Bei der Anmeldung einer Person werden zunächst die Mitgliedschaften der Person in den One Identity Manager Anwendungsrollen ermittelt. Über die Zuordnung der Rechtegruppen zu One Identity Manager Anwendungsrollen wird bestimmt, welche Rechtegruppen für die Person gültig sind. Aus diesen Rechtegruppen wird ein dynamischer Systembenutzer berechnet, der für die Anmeldung der Person benutzt wird.

Die effektiven Berechtigungen des ermittelten Systembenutzers werden nicht im One Identity Manager Schema gespeichert, sondern bei der Anmeldung an den One Identity Manager-Werkzeugen ermittelt und geladen.

Rechtegruppen werden zusätzlich verwendet, um den Zugriff auf die Bestandteile der Benutzeroberfläche wie Menüeinträge, Formulare, Methoden und Programmfunktionen zu steuern. Meldet sich ein Benutzer an den One Identity Manager-Werkzeugen an, so werden abhängig von den Rechtegruppen des ermittelten Systembenutzers die verfügbaren Menüeinträge, Oberflächenformulare und Methoden ermittelt und die für ihn angepasste Benutzeroberfläche geladen.

Der One Identity Manager stellt Rechtegruppen und Systembenutzer mit einer vordefinierten Benutzeroberfläche und Bearbeitungsrechten auf die Tabellen und Spalten des One Identity Manager Schemas bereit. Diese vordefinierten Konfigurationen werden durch die Schemainstallation gepflegt und sind bis auf einige Eigenschaften nicht bearbeitbar. Nutzen Sie die vordefinierten Rechtegruppen und Systembenutzer als Vorlage, um eigene Rechtegruppen und Systembenutzer zu erstellen.

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Vordefinierte Rechtegruppen und Systembenutzer

Der One Identity Manager stellt Rechtegruppen und Systembenutzer mit einer vordefinierten Benutzeroberfläche (Menüeinträge, Formulare, Methoden, Programmfunktionen) und speziellen Bearbeitungsrechten auf die Tabellen und Spalten des One Identity Manager Schemas bereit. Diese vordefinierten Konfigurationen werden durch die Schemainstallation gepflegt und sind bis auf einige Eigenschaften nicht bearbeitbar. Nutzen Sie die vordefinierten Rechtegruppen und Systembenutzer als Vorlage, um eigene Rechtegruppen und Systembenutzer zu erstellen.

Hinweis: Es wird empfohlen, eigene Rechtegruppen und Systembenutzer einzurichten, deren Benutzeroberfläche und Bearbeitungsrechte speziell auf die administrativen Aufgaben ausgerichtet sind.

Tabelle 109: Vordefinierte Rechtegruppen
Rechtegruppe Beschreibung

Rechtegruppe "QBM_BaseRights"

Die Rechtegruppe "QBM_BaseRights" definiert die Basisrechte, die für die Anmeldung eines Systembenutzers an den Administrationswerkzeugen ausreichend sind. Diese Rechtegruppe ist implizit immer zugewiesen.

Rechtegruppe "VI_View"

Die Rechtegruppe "VI_View" besitzt die Sichtbarkeitsrechte auf alle Tabellen und Spalten des One Identity Manager-Anwendungsdatenmodells.

Hinweis: Weisen Sie der Rechtegruppe die Sichtbarkeitsrechte auf kundenspezifischen Schemaerweiterungen zu. Weisen Sie der Rechtegruppe die Sichtbarkeitsrechte auf moduleigene Tabellen und Spalten zu.
Rechtegruppe "VI_Everyone"

Die Rechtegruppe "VI_Everyone" sind Formularelemente der Übersichtformulare, die Links zu den korrespondieren Menüeinträgen verwenden, zugewiesen. Zusätzlich stellt diese Rechtegruppen Funktionen für Web Portal Benutzer zur Verfügung.

Hinweis: Weisen Sie die Rechtegruppe ihren kundenspezifischen Systembenutzern zu, damit die Übersichtsformulare für den Benutzer vollständig angezeigt werden.

Rechtegruppe "QER_OperationsSupport"

Die Rechtegruppe "QER_OperationsSupport" besitzt spezielle Rechte für die Arbeit mit dem Web Portal für Betriebsunterstützung.

Rechtegruppen für das One Identity Manager-Anwendungsdatenmodell

Die Rechtegruppen besitzen Bearbeitungsrechte auf die Tabellen und Spalten des One Identity Manager-Anwendungsdatenmodells. Diese Rechtegruppen sind mit Menüeinträgen, Formularen, Methoden und Programmfunktionen ausgestattet, um mit dem Manager die Anwendungsdaten zu bearbeiten.

Rechtegruppen für das One Identity Manager-Systemdatenmodell

Die Rechtegruppen besitzen die Bearbeitungsrechte auf die Tabellen und Spalten des One Identity Manager-Systemdatenmodells. Diese Rechtegruppen sind mit Menüeinträgen, Formularen, Methoden und Programmfunktionen ausgestattet, um Systemdaten zu bearbeiten, beispielsweise mit den Editoren des Designer.

Die Rechtegruppe "vid" besitzt alle Bearbeitungsrechte für die Systemkonfiguration mit dem Designer.

Rollenbasierte Rechtegruppe "VI_4_ALLUSER"

Die Rechtegruppe "VI_4_ALLUSER" stellt die Basisrechte sowie Menüeinträge, Formulare, Methode und Programmfunktionen zur Verfügung, um mit dem Manager und dem Web Portal die Anwendungsdaten zu bearbeiten. Diese Rechtegruppe ist implizit immer zugewiesen.

Rollenbasierte Rechtegruppe "vi_4_ADMIN_LOOKUP"

Die Rechtegruppe "vi_4_ADMIN_LOOKUP" besitzt die Sichtbarkeitsrechte auf alle Tabellen und Spalten des One Identity Manager-Anwendungsdatenmodells.

Hinweis: Weisen Sie der Rechtegruppe die Sichtbarkeitsrechte auf kundenspezifischen Schemaerweiterungen zu. Weisen Sie der Rechtegruppe die Sichtbarkeitsrechte auf moduleigene Tabellen und Spalten zu.

Rollenbasierte Rechtegruppen

Rollenbasierte Rechtegruppen besitzen Bearbeitungsrechte auf die Tabellen und Spalten des One Identity Manager-Anwendungsdatenmodells. Diese Rechtegruppen sind mit Menüeinträgen, Formularen, Methoden und Programmfunktionen ausgestattet, um mit dem Manager und dem Web Portal die Anwendungsdaten zu bearbeiten. Diese Rechtegruppen sind mit One Identity Manager Anwendungsrollen verknüpft und vereinfachen im One Identity Manager Rollenmodell die Administration der Bearbeitungsrechte.

Tabelle 110: Vordefinierte Systembenutzer
Systembenutzer Beschreibung
Dynamische Systembenutzer Für die Anmeldung an den One Identity Manager-Werkzeugen mit rollenbasierten Authentifizierungsmodulen werden dynamische Systembenutzer verwendet. Bei der Anmeldung einer Person werden zunächst die Mitgliedschaften der Person in den One Identity Manager Anwendungsrollen ermittelt. Über die Zuordnung der Rechtegruppen zu One Identity Manager Anwendungsrollen wird bestimmt, welche Rechtegruppen für die Person gültig sind. Aus diesen Rechtegruppen wird ein dynamischer Systembenutzer berechnet, der für die Anmeldung der Person benutzt wird.
Systembenutzer "sa" Der Systembenutzer "sa" wird ausschließlich durch den One Identity Manager Service verwendet. Der Systembenutzer ist keiner Rechtegruppe zugeordnet, besitzt jedoch alle Bearbeitungsrechte, Methoden und Programmfunktionen.

Systembenutzer "viadmin"

Der Systembenutzer "viadmin" ist der Standard-Systembenutzer des One Identity Manager. Dieser Systembenutzer kann zum Kompilieren einer initialen One Identity Manager-Datenbank und zur ersten Anmeldung an den Administrationswerkzeugen genutzt werden.

WICHTIG: Der Systembenutzer "viadmin" ist im produktiven Betrieb nicht zu verwenden! Richten Sie einen eigenen Systembenutzer mit entsprechenden Berechtigungen ein.

Der Systembenutzer "viadmin" hat die kompletten vorgegebenen Berechtigungen und die komplette Benutzeroberfläche. Der Systembenutzer "viadmin" erhält implizit die Berechtigungen und Benutzeroberflächenanteile der kundenspezifischen Rechtegruppen.

Der Systembenutzer "viadmin" hat die Berechtigung eine Person als One Identity Manager Administrator für die rollenbasierte Anmeldung einzurichten. Er ist selbst jedoch nicht Mitglied der Anwendungsrollen.

Systembenutzer "Synchronization" Der Systembenutzer "Synchronization" hat die vorgegebenen Berechtigungen, um Zielsystemsynchronisationen über einen Anwendungsserver einrichten und ausführen zu können.
Systembenutzer "viHelpdesk" Der Systembenutzer "viHelpdesk" hat die vorgegebenen Berechtigungen und die Benutzeroberfläche, um mit dem Manager auf die Helpdesk-Ressourcen des One Identity Manager zuzugreifen.
Systembenutzer "viITShop" Der Systembenutzer "viITShop" hat die vorgegebenen Berechtigungen und die Benutzeroberfläche, um mit dem Manager auf den IT Shop zuzugreifen.

Systembenutzer "Support"

Der Systembenutzer "Support" hat die vorgegebenen Berechtigungen um mit dem Web Portal für Betriebsunterstützung zu arbeiten. Der Systembenutzer wird intern für Authentifizierung der Benutzer am Web Portal für Betriebsunterstützung verwendet.

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